Naturgefahren-Vorsorge für KMU

Wie kann ich meinen Betrieb auf Naturgefahren vorbereiten?

Ob Starkregen, Hochwasser, Sturm oder Hitze: Naturgefahren können den Geschäftsbetrieb unerwartet beeinträchtigen. Das Ereignis lässt sich nicht verhindern – dennoch können Sie einige Dinge unternehmen, um die Auswirkungen zu minimieren.

Allgemeine Infos

Auch wenn jedes Ereignis anders ist, sind die Folgen für einen Betrieb oft erstaunlich ähnlich: Sie können nicht mehr produzieren oder Ihre Leistung nicht mehr erbringen. Für Ihre Kunden ist dabei zweitrangig, ob das daran liegt, dass beispielsweise:

  • das Betriebsgebäude beschädigt ist,
  • Maschinen oder Fahrzeuge ausfallen,
  • Mitarbeitende nicht zur Arbeit kommen können,
  • die Lieferkette unterbrochen ist, oder
  • Strom, Telefon oder IT ausfallen.

Abhilfe schafft Geschäftskontinuitätsmanagement

Ein Unternehmen, das einen Plan hat – am besten schriftlich! –, wie es durch eine Krise kommen möchte, kommt besser durch eine Krise als ein Unternehmen ohne Plan. In einem Business Continuity Plan (Geschäftskontinuitätsplan, BCP) halten Sie fest, was im Ernstfall wichtig ist und wer was tut. Business Continuity Management (BCM) ist alles, was diesen Plan aktuell und wirksam hält: vorbereiten, üben, überprüfen, verbessern.

Der Unterschied zum klassischen Katastrophenschutz: Es geht nicht nur darum, Menschen zu schützen und Schäden zu begrenzen, sondern auch um die Frage, welche Tätigkeiten Ihr Betrieb bis wann wieder aufnehmen muss, um Kunden, Umsatz und Arbeitsplätze zu halten.

Auf dieser Seite konzentriere ich mich auf drei Naturgefahren, die in der Region Aachen und Eifel besonders relevant sind: Flusshochwasser, Starkregen mit Sturzfluten und Hitze. Die Reiter folgen dem zeitlichen Ablauf – von der Vorbereitung bis zum Wiederanlauf nach dem Ereignis.

Vier Grundsätze

  • Menschenleben zuerst! Die Sicherheit von Mitarbeitenden, Kunden und Nachbarn hat immer Vorrang vor Gebäuden, Maschinen und Ware.
  • Von der Wirkung her denken! Ob Hochwasser oder Stromausfall: Entscheidend ist, was ausfällt – Gebäude, Personal, IT, Lieferanten. Wer dafür vorsorgt, ist auch für Ereignisse gewappnet, an die niemand gedacht hat.
  • Prioritäten setzen! Im Ernstfall reichen die Mittel nicht für alles. Legen Sie vorher fest, was zuerst wieder laufen muss.
  • Klein anfangen! Ein perfekter Plan ist nicht nötig. Beginnen Sie mit dem, was Sie heute umsetzen können, und verbessern Sie ihn Schritt für Schritt.